ÖAW untersucht österreichische Medien

Wie steht es um die Qualität bei den großen österreichischen Medien? Subjektiv gehen hier die Meinungen weit auseinander. Die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW) will dieser Frage nun aber nach strengen wissenschaftlichen Richtlinien nachgehen. Welche Medien untersucht werden sollen und woher das Geld kommt...

So wirklich angekommen ist die Wissenschaft im alltäglichen Journalismus noch nicht. Journalismus-Professor Klaus Meier forderte erst Mitte 2013, dass Journalisten Forschungsergebnisse endlich zumindest zur Kenntnis nehmen sollten. Das gehöre zum Berufsethos der Journalisten, sagt Meier. Im Alltag sieht das natürlich anders aus. In so gut wie keiner Redaktion sind Forschungsergebnisse ein großes Thema.

Diese Studie könnte das aber ändern: Die ÖAW wird in diesem Jahr die "Qualität des tagesaktuellen Informationsangebots in den Medien" untersuchen. In der Studie geht es um die Fragen, wie vielfältig Themen sind und dargestellt werden, wie viele Soft- und Hardnews die Medien bringen oder wie viele Blickwinkel letztendlich vorgestellt werden.

Von ORF über ATV, "Österreich", "Krone" und Kronehit

Untersucht werden alle großen Medien des Landes. Mit dabei sind unter anderem ORF eins und ORF 2, ATV, Puls 4, Servus TV, Ö1, Ö3, Kronehit, ORF.at, gmx.at, derStandard.at, "Krone", "Kurier", "Heute", "Österreich", "Presse" und "Standard". Eine vollständige Liste aller untersuchten Medien finden Sie am Ende dieses Artikels. Beim Vergleich sollen die verschiedenen Mediengattungen (Online, TV, Radio, Print) berücksichtigt werden.

Und so läuft der Qualitäts-Check: Die Wissenschaftler werden 28 Tage Berichterstattung der Medien sammeln und analysieren. Statistisch sei das in "höchstem Maße" repräsentativ, sagt Josef Seethaler, Vizedirektor des Instituts für vergleichende Medien an der ÖAW. Insgesamt steht den Wissenschaftlern ein Budget in Höhe von 235.000 Euro zur Verfügung. 150.000 Euro kommen von der Rundfunk- und Telekomregulierung (RTR), 75.000 Euro von der ÖAW selbst. Die Erste Bank steuer noch einmal zusätzlich 10.000 Euro hinzu.

"Wir wollen Diskussion anregen"

"Wir vergeben keine Noten. Wir wollen Diskussion anregen, Beobachtung in der Öffentlichkeit, auch Selbstbeobachtung der Medien, was sie tun", sagte Seethaler laut "Standard bei der Vorstellung des Projekts Anfang Dezember.

Auf Diskussionen hofft auch Alfred Grinschgl, Geschäftsführer RTR: "Uns steht heute eine bisher nie dagewesene Medien- und Informationsvielfalt zur Verfügung. Aber darin Qualitätsjournalismus im Sinne guter Recherche und gesellschaftspolitischer Bildung vorzufinden, ist keine Selbstverständlichkeit." Das "Jahrbuch Qualität der Medien" der Universität Zürich sei ein Vorbild für die Studie. In der Schweiz löse das Buch regelmäßig "kontroverse, aber wichtige Diskussionen" aus, so Grinschgl gegenüber dem "Standard".

Diese Medien untersucht die ÖAW:

  • ORF eins
  • ORF 2
  • ORF II
  • ATV
  • ATV II
  • Puls 4
  • Servus TV
  • Ö1
  • Ö3
  • FM4
  • Kronehit
  • Antenne Steiermark
  • Life Radio Oberösterreich
  • ORF.at
  • gmx.at
  • derStandard.at
  • oe24.at
  • krone.at
  • "Heute"
  • "Kleine Zeitung"
  • "Krone"
  • "Kurier"
  • "Österreich"
  • "Die Presse"
  • "Der Standard"

"Anja"

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