Arbeitslosigkeit steigt extrem an

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Die Coronavirus-Krise trifft die Arbeitsmärkte in den Bundesländern sehr unterschiedlich. In Wien stiegen die Zahlen im April um 41 Prozent auf über 197.000. Wien steigt damit im Verhältnis trotzdem noch besser aus als die anderen Bundesländer.

Die Zahl der beim AMS Wien als arbeitslos vorgemerkten Personen stieg im April 2020 im Jahresvergleich um 56,2 Prozent auf 178.725 an, die der AMS-Kundinnen und Kunden in Schulungen sank um 28,4 Prozent auf 18.642. Die Summe beider Gruppen wurde um 40,6 Prozent größer, hieß es am Montag via Aussendung.

Österreichweit am niedrigsten

Stark betroffen sind unter anderem Jüngere: Die Zahl der unter-25-jährigen Arbeitslosen stieg um 88,4 Prozent an, die der über-50-jährigen um 42,2 Prozent. Die Zuwachsraten sind österreichweit in Wien am niedrigsten. Am schlimmsten erwischte es die Urlaubsländer Tirol und Salzburg – mehr dazu in 571.477 Menschen im April ohne Arbeit (news.ORF.at; 4.5.2020).
Nach Branchen betrachtet, wurde vor allem die Hotellerie bzw. Gastronomie besonders in Mitleidenschaft gezogen. Hier betrug der Anstieg 151,8 Prozent. Stark betroffen waren auch Bau (plus 89,7 Prozent) und Einzelhandel (plus 40,6 Prozent).

Kurzarbeit: „Gipfel bewältigt“

Die Zahlen sind dramatisch – sie könnten aber noch schlimmer sein. Die Kurzarbeit dürfte vielen den Job gerettet haben – derzeit sind allein in Wien über 230.000 Menschen offiziell in Kurzarbeit. „Die genehmigten Projekte betreffen zirca 232.500 Beschäftigte bei fast 19.000 Unternehmen, für die wir bis jetzt in Summe schon 7,9 Mio. Euro ausgezahlt haben“, berichtete AMS-Wien-Chefin Petra Draxl.
Und weiter: „Wir haben damit den Gipfel bewältigt und können neu einlangende Anträge zeitnah bearbeiten – viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die extra für die Bearbeitung von Kurzarbeitsbegehren geschult worden waren, können im Lauf dieser Woche nun wieder zu ihrer eigentlichen Tätigkeit zurückkehren.“ Beim AMS Wien waren zuletzt 350 Beschäftigte nur mit Kurzarbeit befasst.

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