Coronavirus: Erster bestätigter Fall in Wien

Meinung

In Wien gibt es einen ersten bestätigten Fall einer Infektion mit dem Coronavirus. Das gab das Büro von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) bekannt. Bei dem Betroffenen handelt es sich um einen 72-jährigen Mann.

Der Patient befand sich zunächst in der Isolierabteilung des Krankenhauses Rudolfstiftung in Wien-Landstraße. Um kurz nach 11.00 Uhr wurde der 72-Jährige laut einem Sprecher des Krankenanstaltenverbunds (KAV) ins Kaiser-Franz-Josef-Spital verlegt. Nähere Details zu dem Fall wurden vorerst nicht genannt. Um 13.00 Uhr findet eine Pressekonferenz im Rathaus statt. Diese ist im Livestream hier und in TVthek.ORF.at zu sehen.

500 Betten für Betroffene verfügbar

In Wien wurden zuletzt mehr als 70 Verdachtsfälle negativ getestet. Das Kaiser-Franz-Josef-Spital (SMZ Süd) ist in Wien die erste Anlaufstelle für Coronavirus-Fälle. Die dortige 4. Medizinische Abteilung ist auf die Diagnose und Behandlung derartiger Virenerkrankungen spezialisiert. Laut dem KAV sind derzeit zwei Stationen ausschließlich für Personen, die sich infiziert haben könnten, reserviert.
Am Mittwoch um die Mittagszeit befanden sich dort 15 Personen zur Abklärung, hieß es. Für den Fall einer Coronavirus-Ausbreitung gibt es einen Stufenplan, nach welchem vorgangen wird, so der KAV. Zuerst würde die Patientenversorgung an der 4. Medizinischen Abteilung übernommen werden. In Summe gibt es in den KAV-Häusern in Wien eine Kapazität von rund 500 Betten für die Betroffenen.

Streit über Schulsperre

Für Aufregung sorgte am Mittwoch die Sperre eines Gymnasiums in Wien-Josefstadt wegen eines Coronavirus-Verdachts. Das Gymnasium in der Albertgasse war am Mittwoch für mehrere Stunden abgeriegelt. Bei einer Lehrerin bestand nach einem Italien-Aufenthalt Verdacht auf eine Coronavirus-Infektion. Am frühen Nachmittag kam dann die Entwarnung: Das Testergebnis war negativ.

Hacker kritisierte die Schulsperre als übertrieben und sprach von „Cowboyaktionen“. Unterschiedliche Angaben gab es darüber, wer die Sperre überhaupt anordnete – die Stadt bzw. die Sanitätsdirektion verwies auf das Bildungsministerium – dieses erklärte hingegen, es könne eine Schulsperre gar nicht anordnen – mehr dazu in Coronavirus: Streit um Schulsperre.

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