Einschnitte bei ORF Sport plus kommen
Dass der ORF bei seinem Sport-Kanal sparen muss, zeichnete sich bereits ab. Nun ist es fix: Dem Publikumsrat erklärte Generaldirektor Alexander Wrabetz, dass man auch bei ORF Sport plus den Rotstift ansetzen müsse. Man spreche mit den Sportverbänden.
"Das ist eine ganz schwierige Situation, wo wir im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten versuchen, die Schäden für die Sportverbände möglichst gering zu halten", so Wrabetz. Um die Schäden herumkommen wird man allerdings nicht. 2014 stehen die Fußball-WM in Brasilien und die Olympischen Winterspiele in Sotschi an, das verschlingt einen großen Teil des Sports-Budgets. Allein diese beiden Großveranstaltungen kosten voraussichtlich etwa 40 Millionen Euro. Darunter werden vor allem die Randsportarten leiden. Nach Medienberichten ist wohl noch nicht einmal klar, ob ORF Sport plus weiterhin als 24-Stunden-Programm senden kann.
Auch im Unterhaltungsbereich gebe es deutliche Einsparungen, erklärte Wrabetz dem Publikumsrat. Bereits vor einigen Tagen wurde bekannt, dass es im kommenden Jahr keinen nationalen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest geben wird (Der Medienschwarm berichtete). Die Tanzshow "Dancing Stars" kommt zwar mit einer neuen Staffel zurück, erhält aber weniger Ausgaben.
Die Einsparungen stehen wie üblich unter Bedingungen, dass 2014 die Gebührenrefundierung wirklich ausläuft. Sollte die Politik nach der Wahl doch noch eine Verlängerung beschließen, wäre alles nur halb so schlimm – das suggeriert zumindest der ORF und übt damit Druck auf die Politik aus.